Interview

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Du schreibst und zeichnest nicht nur für Kinder, du liest ihnen auch vor.

Stimmt. Das habe ich schon gern getan, als ich noch Lehrer war, und das mach ich heute noch genau so gern. Das Vorlesen halte ich für ganz wichtig! Manchmal, wenn ich in eine Volksschulklasse komme, frage ich die Kinder: „Wem von euch wird denn zu Hause vorgelesen?“. Da zeigen nur wenige auf, manchmal keiner. Viele Eltern glauben, wenn ihr Kind mit sieben Jahren Lesen gelernt hat, brauchen sie ihm nicht mehr länger vorzulesen. Das ist falsch! Vorlesen hat nichts mit dem Alter zu tun. Mit dem richtigen Buch zur richtigen Zeit kann man Sechsjährige genau so begeistern wie Sechzehnjährige.
Du hast Bücher geschrieben, z. B. „Schatz im Ötscher“ in die LeserInnen einbezogen sind. Heute nennt man das interaktiv. Wie bist du auf diese Idee gekommen?

Die Idee kommt, wie so vieles, aus den USA. Aber ich hab eben das erste österreichische interaktive Buch geschrieben (das ist jetzt zwanzig Jahre her).

Deine Bücher sind in viele Sprachen übersetzt, du hast viele Preise bekommen. Was bedeutet das für dich?

Eine Bestätigung, dass ich auf dem richtigen Weg bin. Aber auch, dass ich Glück hatte. Denn ich kann vom Schreiben leben. Es gibt viele großartige Bücher, die kaum beachtet oder wieder schnell vergessen werden – leider. Und es gibt auch andere, die ihren Erfolg gar nicht wirklich verdienen.
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